Zu einer Teilnahme am Reisbacher Gitarrenseminar konnte ich mich nicht entschließen. Vielleicht habe ich da zu viel Ehrfurcht. Immerhin habe ich mich nach einer Erinnerung auf dem Vilsbiburger Marktplatz aufgerafft zum Konzert von Buck Wolters.
Von dem Gewitter auf dem Hinweg haben sich wohl etliche Besucher abschrecken lassen. So hatten wir auch ohne Reservierung eine Chance. Das Heimatmuseum in Landau ist ein historisches Haus mit einem Vortragsraum unterm Dach, der vielleicht 70 Besuchern Platz bietet. Es herrschte eine familiäre Atmosphäre, auch weil viele Ortsansässige und Seminarteilnehmer und -dozenten im Publikum waren. Zur Begrüßung bekundete Buck mit ein paar bayrischen Worten seine Verbundenheit mit Landau und Umgebung.
Das Programm war ein Querschnitt seiner Kompositionen und Arrangements von Latin über Klassik und Jazz zu afrikanischen Inspirationen. Mir hat die Kombination von lebendigen Rhythmen und transparentem und leichtem Klang gut gefallen. Immer wieder gab es fröhliche Stellen, wo nicht nur der Gitarrist schmunzeln musste. Vor dem Fachpublikum waren auch ein paar fingerbrecherische Etüden unvermeidlich, wo der Meister mal zeigt, was den Meister ausmacht. Ich fand es auch vorher schon Klasse, aber gut zu wissen.