Singen und Spaghetti in Essenbach

RCCN-Essenbach-2017_Stage

Foto: Bühne am Schardthof

Am Freitag nächster Woche gibt es wieder einen Mitsing-Abend in Essenbach. Die Bühne am Schardthof verfolgt dabei ein etwas anderes Konzept als sonst bei unseren Veranstaltungen. Einer der beiden Bühnen-Chefs denkt dabei wohl an seine italienische Heimat. Alle Gäste bekommen Spaghetti bis zum Abwinken. Man soll sich fühlen wie daheim bei Mamma. Das war schon im letzten Jahr eine schöne Atmosphäre.

RCCN-Essenbach-2017

Die Bühne läuft jetzt ein gutes Jahr. Essenbach ist praktisch ein Dorf vor den Toren der Stadt Landshut. Mit einem regelmäßigen Kleinkunst-Programm braucht sie einen gewissen Einzugsbereich. Da reicht die Dorfbevölkerung alleine nicht. Doch die Stadtbevölkerung ist verwöhnt und träge. Nur mühsam lässt sie sich aus der geliebten Altstadt heraus locken. Viele Bühnen am Land können ein Lied von diesen Mühen singen.

RCCN-Essenbach-2017_Backstage

In diesem Jahr haben die Macher ein umfangreiches Programm mit viel Kabarett und Musik auf die Bühne gestellt. Inzwischen hat das Kulturpublikum in Stadt und Landkreis langsam Notiz von der Bühne genommen, auch wenn manche sie nur vom Hören-Sagen kennen. Man kann den Machern zu dieser Leistung gratulieren und wünschen, dass die Sache jetzt den Schwung hat, der sie bald zum Selbstläufer macht und uns noch einige Jahre eine attraktive Kleinkunstbühne beschert.

RCCN-Essenbach-2017_Vorher

Foto: Bühne am Schardthof

Advertisements
Veröffentlicht unter sonstiges | 2 Kommentare

Abschluss der Grillsaison

Bild | Veröffentlicht am von | Kommentar hinterlassen

Nächtlicher Besucher

Auf der Veranda vom Ferienhäuschen im Piemont erhaschte ich nur einen kurzen Blick auf einen nächtlichen Besucher. Etwas kleines huschte über das Gestänge der Pergola. Im Mondlicht sah man kurz buschige Ohren und einen buschigen Schwanz. Bevor ich es recht erfasste, war es schon wieder im nächsten Baum verschwunden.

Nach meiner Meinung muss es sich um eine Haselmaus gehandelt haben. Das würde zu Größe und Erscheinung passen. In dieser Gegend wäre das auch recht naheliegend. Nördlich von unserem Feriendomizil beginnen die Weinberge rund um Alba. Von uns aus südlich grenzt eine Haselnuss-Plantage an die Nächste. Wo sollte sich eine Haselmaus wohler fühlen.

Die Haselmaus gehört übrigens nicht zur Familie der Mäuse sondern zu den Hörnchen. Nach ihren Ernährungsgewohnheiten würde ich sie zur Unterfamile der Nusshörnchen zählen. Nicht nur diese fühlen sich hier wohl, sondern auch die Urlauber. Weil man hier überall gut speist und trinkt, darf man letztere vielleicht sogar zu den Genusshörnchen zählen. Ganz sicher ist das aber nicht, weil ich mich in Biologie garnicht so gut auskenne.

Alba ist nicht nur der Name der berühmten Weingegend und der Stadt, sondern auch das italienische Wort für Sonnenaufgang. Die Stadt haben wir nicht gesehen, aber …

Veröffentlicht unter sonstiges | 2 Kommentare

Nachlese Sommertango 2018

Der Sommertango 2018 ist gelaufen, und er ist gut gelaufen.

Noch kurz vor dem Aufbau der Musik gab es einen ordentlichen Regenschauer. Da schon klar war, dass es gleich wieder trocknen würde und danach nichts mehr zu befürchten ist, hatten wir wenig Sorge.

Mit der Unterstützung durch den Tangoverein und das Skulpturenmuseum war alles gut vorbereitet. Der Tanzboden war aufgebaut. Für Beleuchtung und Toiletten war gesorgt.

Sowohl in der Tangoszene als auch beim Landshuter Publikum war die Veranstaltung gut bekannt gemacht. Zum angesetzten Beginn waren bereits erfreulich viele Gäste da. Und es kamen immer mehr. Tangotänzer von allen umliegenden Szenen waren gekommen und reichlich Gäste aus der Stadt. Ein großer Teil der weitläufigen Wiese war mit Decken und Campingstühlen teils dicht teils locker besiedelt. Viele Gäste hatten Picknick-Ausrüstung dabei.

Die Tanzlaune des Tango Volks war durchwegs gut. Der großzügige Tanzboden war gut besucht ohne dass es Gedränge gab. So locker wie auf der Wiese ging es auch auf den Tanzboden zu. Da waren elegante Tänzer und Anfänger und auch ein paar Experimentierfreudige dabei.

Anfangs spürte man die Sommerlaune in der Abendsonne. Mit dem zweiten Set unserer live Musik ging dann gerade die Sonne unter. Das war auch der richtige Zeitpunkt für unseren musikalischen Gast. Vor wenigen Wochen hatte ich bei der Straßenmusik unseren neuen Freund Luis aus Chile kennengelernt. Dabei entstand die Idee, ein Stück mit uns zu singen. Jetzt war es soweit. Ohne große Vorbereitung übernahm er den Gesang bei „A Media Luz“. Das machte er mit Hingabe und Leidenschaft. So kam es auch beim Publikum an. Was für eine schöne Überraschung für uns alle.

Foto: Erika Steiger

Von da an wurde bei magischer Beleuchtung in die Nacht hinein getanzt. Eine schöne Atmosphäre für die Tänzer die Musiker und die Zuschauer.

Da man auch Rücksicht auf die Anwohner nehmen muss und wir die Chance auf eine Wiederholung nicht gefährden wollten, mussten wir uns an die genehmigten Zeiten halten. Auch die Arbeitszeit der Aufsicht im Museum wollten wir nicht über Gebühr strapazieren. So war dann um 11 Uhr nachts der ganze Zauber vorbei.

Am Ende waren alle glücklich. Auch von Seiten des Museums gab es positive Resonanz. So hoffen wir dass es auch im nächsten Jahr einen Sommertango geben kann. Vielleicht schaffen wir es dann an einem Samstag, wo wir früher anfangen können und damit mehr Zeit haben.

An dieser Stelle nochmals unser ausdrücklicher Dank an alle die diese Veranstaltung ermöglicht haben. An den Verein Tangomania als Veranstalter. An die Museen der Stadt Landshut als Mitveranstalter und Unterstützer bei Genehmigungen und Öffentlichkeitsarbeit. An Charly als DJ und Fotograf. Und an alle Gäste, die mit ihrer guten Laune für die schöne Stimmung an diesem Abend gesorgt haben.

Veröffentlicht unter sonstiges | Kommentar hinterlassen

Fraueninsel – Feiern bis zum letzten Schiff

Zu meinen Engagement auf der Fraueninsel bin ich recht überraschend gekommen. Beim Baden am See suche ich mir regelmäßig ein schattiges Bankerl, um da Gitarre zu üben. Musik ist nicht jedermanns Sache, aber es gibt oft positive Resonanz. Bei so einer Gelegenheit hat sich ein Paar kurzerhand entschlossen, mich zu ihrer kleinen Hochzeitsfeier auf die Fraueninsel einzuladen.

Die Insel ist nur mit dem Schiff zu erreichen. Im Gegensatz zur Herreninsel ist sie richtig bewohnt. Die Insel ist klein und übersichtlich. In einer halben Stunde kann man sie bequem umrunden. Im Gegensatz zu Lummerland gibt es keine Berge und keinen Eisenbahnverkehr. Alle gehen hier zufuß. Natürlich kommen viele Touristen, besonders an den Wochenenden. An einem Wochentag hält sich der Andrang dagegen in Grenzen.

Die Feier fand auf der Terrasse vom Inselwirt statt.

Bevor die Gesellschaft mit dem Schiff eintraf, war schon alles aufgebaut. Während dann erst mal auf die Braut angestoßen wurde, starteten zwei Straßenmusiker ihre Darbietung, ebenfalls auf der Terrasse vom Inselwirt. Sie tingeln die Wirtshäuser der Insel ab, spielen recht schöne entspannte Gitarrenmusik und hoffen auf kleine Spenden. Mindestens von mir hatten sie eine Anerkennung verdient. Dann war habe ich mit Musizieren dran und die beiden hatten an diesem Nachmittag keinen weiteren Stopp beim Inselwirt.

Ob es wohl ein Zufall war, dass einer meiner Mitmusiker mit seinem Freund auf der Segeltour genau vor diesem Wirtshaus festgemacht hat? Für mich war es jedenfalls eine schöne Überraschung. Mangels Instrument konnte er nicht mitspielen. Das wäre ja noch schöner gewesen.

Nach dem Abendessen konnten wir am gegenüber liegenden Ufer einen Regen ziehen sehen. Es sah lang so aus, als würde das an uns vorbei gehen. Ein Windstoß schreckte die Gesellschaft auf und schon war ein Regenguss da. Kaum hatten alle unter den Schirmen Zuflucht gefunden war es auch schon wieder vorbei.

Mit ein paar flotten Schlagern konnte ich das Brautpaar und auch ein paar weitere Gäste zu einem Tänzchen bewegen. Nach dem heißen Tag und dem ausgiebigen Essen und Trinken war der Elan aber begrenzt. Plätschert Klang die Feier aus, bis alle geschlossen zum letzten Schiff pilgerten.

Veröffentlicht unter sonstiges | Kommentar hinterlassen

Traubentraum

Wie bei so vielen anderen Obstsorten bringt dieser ungewöhnlich heiße Sommer auch bei unseren Weintrauben am Balkon reichlich Früchte hervor. Die Beeren sind für unsere Rebsorte recht groß. Vor allem aber sind es sehr viele Trauben. Sie hängen dicht an dicht. Es ist oft nicht leicht zu erkennen, wo die eine Traube aufhört und die nächste anfängt.

Nun sind schon fast alle Beeren blau und werden wieder attraktiv für Vögel, die sie abrupfen und dann doch nicht schlucken können. Dann ist die Terrasse mit fallen gelassenen Beeren übersäht. Allso wird wieder fleißig eingetütet. Dafür müssen die Trauben entwirrt werden.

Bei dieser Hitze geht das Eintüten nicht am Stück, sondern nur am frühen Vormittag und zieht sich über mehrere Tage. Schon zeigt sich, dass meine Tüten ein Hindernis für Vögel darstellen, aber nicht für Wespen. Die essen dafür wenigstens ordentlich auf und knabbern nicht bloß alles an.

Eine echte Überraschung für mich war ein Trieb, der schon wieder Blüten trägt. Ob das bedeuten soll, dass der Weinstock wirklich noch mal früchte tragen will, bevor der Winter kommt, oder dass er mit dem Winter nicht mehr rechnet?

Veröffentlicht unter sonstiges | 3 Kommentare

Nachlese Freising 2018

Trotz ein paar Tropfen vor Beginn und mal zwischendurch war unser Mitsing Abend im Alten Gefängnis ein voller Erfolg. Ein paar Irritationen gab es, weil ich in der Ankündigung wie üblich auf die Reservierung hingewiesen habe, die Wirtinen aber wegen großem Andrang keine Reservierungen annehmen wollten. Und der Andrang hat uns dann alle überwältigt. Obwohl der ganze Hof mit Biertischen bestückt war mussten einige drinnen sitzen und andere vor dem Tor stehen bleiben.

Der ganze Gefängnishof hat voll Inbrunst mitgesungen bis zum Schluss. Natürlich gab es auch eine Runde Zugeaben. Damit war die genehmigte Zeit reichlich überzogen und die Musik musste zu Ende gehen. Bei dem tropischen Wetter wurde dann noch lange zusammen gesessen.

An unserem Musikertisch saßen wir schließlich mit Annette Neuffer zusammen. Sie ist nicht nur Lehrerin an einer Musikschule hier, sondern auch namhafte Jazz-Musikerin. Tatsächlich nahm sie die Einladung zur nächsten Jam-Session in Landshut an. Dort war sie jetzt als Sängerin und mit ihrem Flügelhorn zu hören. Mitgebracht hat sie auch ihren Mann am Saxophon und ihre Tochter am Bass. Zusammen mit der Hausband und weiteren Jam-Musikern bescherte Sie den Gästen im Biergarten einen wunderbaren Jazzabend.

Veröffentlicht unter sonstiges | Kommentar hinterlassen