Südamerikanischer Abend beim Alten Wirt in Adlkofen

In letzter Zeit stand Radio Canta Con Noi im Vordergrund meiner musikalischen Aktivitäten. Jetzt steht ein Abend an, bei dem ich mich ganz auf den Schwerpunkt meines Repertoires konzentrieren werde, auf Musik aus Südamerika. Nach meiner musikalischen Landkarte beginnt die Reise in Brasilien und führt über Cuba und die Anden nach Argentinien. Seit ich das erste mal einen solchen Abend bestritten habe, hat sich schon einiges getan. Besonders kubanische Lieder sind dazu gekommen, die diese bittersüße, leichte Melancholie verbreiten. Auch ein paar neue Tangolieder gibt es. Die Liste der Stücke reicht für einen wirklich langen Abend. Wir werden schon sehen, wie sich die Stimmung entwickelt.

Der Wirt hat schon eine Reihe ähnlicher Themenabende veranstaltet. Zum ausgewählten Land oder zur Region gibt es ein landestypisches Menü und die musikalische Begleitung. Diesmal ist Südamerika dran. Ich freue mich, dass ich dabei den musikalischen Reiseführer spielen darf. Vielleicht kann ich bei dem einen oder anderen sogar die Liebe zum Tango wecken oder einen sanften Traum von Ferne. Auf jeden Fall will ich die Gästen mit leichter Beschwingtheit durch den Abend geleiten. Darum darf dieses Stück sicher nicht fehlen.

Man beachte, dass in dem Stück ein „Gstanzl“-Teil enthalten ist, den jeder Interpret anders singt. Bei mir kippt der Teil dann doch ins Bayrische – passend zum Alten Wirt.

 

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Imagine – Bayrischer Friedensgruß


Irmi Hubauer ist unter anderem als Sängerin und Pianistin bei der Landshuter Band „Hill Street 5“ aktiv. Hier ist sie solo zu hören. Das Video mit den schönen Bildern hat Cecil Lewis gestaltet. Auch er ist Sänger bei „Hill Street 5 „.

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​Radio Canta Con Noi in Holgers Weinladen

img_9802Wie man aus dem Namen schon entnehmen kann, werden in Holgers Weinladen Weine verkauft. Bei Holgers wird zudem auch ausgeschenkt. Seit einer ganzen Weile gibt es da auch ein ganz bunt gemischtes Musikprogramm, aber immer authentisch und familiär. Das mag an der Größe und Einrichtung des Ladens liegen, aber auch an der Haltung der Gäste und Gastgeber.

img_9828In der kommenden Woche wird Radio Canta Con Noi zu Gast in Holgers Weinladen sein. Wein und Gesang, das passt ja sprichwörtlich gut zusammen. Für uns ist das was besonders. Ich hatte schon eine Weile die Hoffung, mal dort zu spielen. Mit Radio Canta Con Noi haben wir das passende Programm. Jetzt haben wir die Gelegenheit, es an zwei Abenden hintereinander zu spielen. Heute hier, morgen dort, das ist das wahre Musikerleben.

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Nachlese Landshut-Fest

Der Freundeskreis Stadtmuseum veranstaltet alljährlich Anfang August ein Fest zur Förderung seiner Idee. Das alte Franziskanerkloster am Prantlgarten soll saniert und als Stadtmuseum genutzt werden. Mittlerweile ist der erste Bauabschnitt weitgehend umgesetzt und die Finanzierung des nächsten Abschnittes steht auf der Tagesordnung.

Erstmals konnte dieses Jahr der Innenhof des Klosters für das Fest genutzt werden. Seit Jahren ist der musikalische Beitrag vom Duo StadtMUSEkanten ein fester Bestandteil am Anfang des Festes. So waren mein Freund und ich  die ersten, die auf der provisorischen Bühne des sanierten KlosterInnenhofes musizieren durften. 

Während wir noch unsere italienischen Lieder spielten, begann das Trio Feinkost hinter uns bereits mit dem Aufbau. Die sollten ja auch gleich nach uns weiter spielen. Weil dann deren Sound-Check anstand, haben wir ein paar Nummern gemeinsam gespielt, sozusagen als Landshut-Fest-Allstars. 

Genau in dieser Situation ist wohl diese „Luftaufnahme“ entstanden. Wenn man darauf Musiker erkennen will, muss man schon sehr genau hinschauen.

Zuerst dachte ich, das muss von einer Drohne kommen. Es ist aber wohl von der Feuerwehrleiter runter fotografiert. Das hat mitterweile schon den größeren Seltenheitswert.

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Urlaubsgefühle mit Radio Canta Con Noi in Au in der Hallertau

Im Alten Gefängnis in Freising hatten wir mit Radio Canta Con Noi einen Probelauf unter schwierigen Umständen. Dort ist nur im Hof ausreichender Platz für eine solche Veranstaltung. Als wir vor einigen Wochen da waren, hatte es am Nachmittag noch geregnet und es war entsprechend frisch. Sicher waren viele Interessierte davon ausgegangen, dass die Veranstaltung abgesagt würde, und waren daheim geblieben. 

Dafür waren einige Leute eigentlich gekommen, um zu essen und zu trinken, und wurden von unserem Musikprogramm überrascht. Nicht die Hälfte der Plätze im Hof war belegt. Fast alle Gäste hatten am Ende eines unserer TextHeftchen in der Hand. Mitgesungen haben auch fast alle, wenn auch manche eher verhalten. 

Es scheint den Leuten Spaß gemacht zu haben. Als wir mit unseren Liedern durch waren, wollten sie gerne weiter singen. Dann haben wir halt nochmal von vorne angefangen.


Einer der Gäste hat uns in Au in der Hallertau empfohlen. Dort spielen wir kommende Woche im Restaurante Pinocchio. Dem Vernehmen nach sind schon alle verfügbaren Plätze reserviert. So muss das sein! Der späte Sommer und frühe Herbst ist vielleicht die Zeit, wo viele noch ein Urlaubsgefühl festhalten wollen. Da helfen wir gerne mit. Das wird sicher ein lustiger Abend. 

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Lebendes Blatt

Dieser kleine Flattermann behauptet, ein welkes Blatt zu sein. Farblich passt er ganz gut zur Natursteinmauer, auch wenn ein Blatt da nichts zu suchen hat. Immerhin hat das ermöglicht, dass er mir überhaupt aufgefallen ist.

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​Nachlese Straßenmusik in Straubing

Bisher habe ich in Straubing immer den einen oder anderen Bekannten getroffen. Diesmal war das anders. Carsten war mit seinem Käsestand wohl auf einem anderen Markt. Said, der persische Obsthändler hatte Betriebsurlaub. Und auch Helmut, der Wirt ist nicht aufgetaucht. Das mag alles an der Urlaubszeit gelegen haben. Immerhin hat Herr Buchner im Vorübergehen gegrüßt.
Langweilig war es natürlich nicht. Der Platz beim Spielplatz am Fuß des Stadtturms ist einfach sehr günstig, mit den Ruhebänken und Straßencafes rundherum. So bin ich auch mit dem Fotografen ins Gespräch gekommen, der mir diese Fotos geschickt hat.

Nach fast 4 Stunden Musik hatte ich das Bedürfnis nach einer Pause und einer Erfrischung. Als ich mich gerade an einem freien Tisch niedergelassen hatte, setzt sich ein Herr mit Strohhut zu mir. Ernst, der Fotograf, verfolgt meine Ankündigungen und taucht immer wieder mal an einem Ort auf, der für ihn fotografisch interessant ist. In Straubing hatte er sich so dezent im Hintergrund gehalten, dass ich ihn nicht bemerkt habe. 

Nach der unterhaltsamen Pause wollte ich mit frischen Kräften nochmal eine Runde spielen. Mein alter Platz schien mir jetzt nicht mehr so günstig, weil ein Musikerpaar gleich ums Eck vom Turm zu spielen begonnen hatte und ihre Musik sich mit meiner unangenehm überschneiden würde. Ich war ja lange genug auf dem Platz gewesen und wollte es darum an einer anderen Stelle versuchen. Das war zwar auch in Hörweite eines Straßencafes, aber so gelegen, dass viele Leute direkt an mir vorbei eilten. Das ist sehr ungünstig, hatte ich aber zu spät erkannt. 

Nur einen interessierten Zuhörer habe ich an diesem Platz gefunden. Er war für ein paar Tango-Lieder bei mir stehen geblieben. Bei einem kurzen Gespräch stellte sich heraus, dass meine Vermutungen nicht zutrafen. Weder spielt er selblst ein Instrument noch ist er Tango-begeistert. Aber Musik spielt für ihn eine wichtige Rolle. Er ist nämlich Ungar. Früher wurde dort in jeder Kneipe und an jeder Straßenecke ständig musiziert. Es gibt auch einen Geiger, der sowas wie eine nationale Institution ist. Für meinen Zuhörer gibt es zu jeder Stimmung und Seelenlage ein Lied von dem Geiger. Seine Freunde erkennen an der Musik, die er spielt, wie es ihm gerade geht, ob er etwa Kummer wegen einer Frau hat.

Beim Ausklang mit Ernst im Straßencafe saßen kurz die beiden anderen Musiker am Nebentisch und zählten ihre Einnahmen. Der Sprache nach schienen es Italiener zu sein, die Frau hochschwanger, mit leichtem Gepäck auf Straßenmusik-Tour, mit prüfendem Blick, wie weit das Geld reichen wird. Das wirkt auf mich schon wie richtiges Abenteuer. Ich mag es dagegen gern etwas komfortabler und will nicht jeden Euro umdrehen müssen. Und mit so einem werdenden Kind auf Tour wäre mir zu gewagt, da will man doch nichts verkehrt machen. Für mich muss es nicht so viel Abenteuer sein. Da bleibe ich schön in meiner Komfortzone.

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