​Nachtrag Sommertango

Mit unserem Open-Air-Tango im Prantlgarten hatten wir in diesem Jahr richtig Glück. Schon im Vorfeld war die Werbung gut gelaufen. Unser schönes Bandfoto und der vorbereitete Pressetext waren im Sommerloch auf fruchtbaren Boden gefallen.

Auch mit dem Wetter hatten wir Glück. Es war sonnig, trocken und warm. Die Leute hatten gute Laune, man konnte gut auf der Wiese lagern, zur Not auch ohne Decke, und man konnte es ohne warme Jacken gut bis spät in die Nacht aushalten.

Viele Besucher waren da, sehr viel mehr als im letzten Jahr. Die meisten waren natürlich um die Tanzfläche versammelt. Am Anfang suchten viele den Schatten in der Nähe der Band, quasi Backstage. Das klingt exklusiver als es war, nicht die Instrumente und Gesichter sondern nur die Hinter(n)seite der Bandmitglieder zu sehen. Dabei hatten wir uns doch extra hübsch gemacht. Mit den längeren Schatten verteilten sich die Besucher. Am Ende war dann die ganze Wiese locker bevölkert.

DSC_4958

Schön für uns war die bunte Mischung der Gäste. vielleicht die Hälfte waren Tangotänzer. Die anderen waren zum Zuhören und Zuschauen gekommen. Auch die Tänzer waren gemischt, alte Hasen und mutige Einsteiger, die lokale Gemeinde und Besuch aus anderen Szenen, auch aus über 100 km Entfernung. Die Tanzfläche war immer gut besucht, besonders während unserer Life-Sets.

Zum Glück hatten wir eine großzügige Tanzfläche zur Verfügung, auf der mehr als 20 Paare ohne Stress tanzen konnten.  Die war für das Volksmusikpicknick aufgebaut, das am nächsten Tag stattfinden sollte.

DSC_4954

Unsere Veranstaltung wurde auf vielen Kanälen angekündigt. Bei einigen davon scheint der Hinweis auf den Picknick-Charakter untergegangen zu sein. So haben manche Gäste die Möglichkeit vermisst, Getränke zu kaufen. Da müssen wir uns noch was einfallen lassen, ohne dass es kommerziell wird, quasi eine Notversorgung.

DSC_4982

Die Kulisse war wirklich prima. Auf der Wiese stehen locker verteilt große abstrakte Skulpturen. Die sinkende Sonne bringt die historische Stadtmauer zum leuchten, die den Prantlgarten vom bewaldeten Hofberg trennt und zugleich die Fassade des Skulpturenmuseums bildet, das in den Hofberg eingelassen ist. Über allem trohnt die Burg Trausnitz.

DSC_4955

Mit einsetzender Dämmerung wurden die Bögen der Mauer von Strahlern erleuchtet. So kommen alle schönen Seiten eines Sommerabends zur Geltung.

DSC_5032

Auch musikalisch können wir zufrieden sein. Wir haben eine Titelfolge zusammen gestellt, die den Tänzern erlaubt, sich über mehrere Stücke hinweg auf einen Rhytmus einzustellen, und die sowohl über jedes Set als auch über den ganzen Abend einen gewissen Spannungsbogen legt. Klar ist unser Programm von Milonga und Candombe und von viel Gesang geprägt, das wird wohl immer so bleiben.

DSC_5034

DSC_5038

Unser neues Glanzstück „Sur o no Sur“ haben wir uns für die Zugabe aufgehoben.  Daran haben wir schon so lange gearbeitet. Es hat gedauert, bis wir den Respekt vor dem Original überwunden hatten. Dann haben wir alles reingesteckt. 7 Instrumente und 3-stimmigen Gesang, das ist für ein Quartett schon ganz ordentlich. Um die Tänzer nicht zu überfordern, haben wir es auf 8 Minuten gekürzt. Die Tänzer haben durchgehalten und hatten danach noch Kraft für ausgiebigen Applaus.

DSC_5022

DSC_5046

Während der Zugabe war mir aus dem Augenwinkel ein seltsames Flackern über der Stadtmauer aufgefallen. Bei der Schlussverbeugung fielen dann die ersten Tropfen, Dann musste es schnell gehen. Instrumente in Koffer und Taschen, Folie über die Elektronik, dann zügig abbauen. Als wir nach 20 Minuten fertig waren, war auch der Schauer vorüber, aber die meisten Besucher waren schon aufgebrochen. Nur ein paar Hartgesottene schwoften noch zum Konserventango. Da war eigentlich schon Sperrstunde, wir hatten also nicht viel verschenkt.

DSC_5048

Weniger schön war der Wetterumschwung für das Volksmusik-Picknick. Die hatten tags darauf praktisch durchgehend Regen. Zum Glück konnten sie in das Skulpturenmuseum ausweichen. Im kleineren Kreis hatten sie es da auch ganz gemütlich. Als wir da waren, um uns nochmals für den Tanzboden zu bedanken, haben wir Tangotänzer vom Vorabend getroffen, die unserem Aufruf gefolgt waren, gleich am nächsten Tag zünftig weiter zu tanzen.

Advertisements

Über 100canciones

Tango, Latin und Folk auf bayerischen Straßen und Plätzen. Wie kommt das und wo gehts hin?
Dieser Beitrag wurde unter Para Esta Noche abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s