Gitarrenworkshop mit Jacques Stotzem

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Foto: Gaby Stotzem

Jacques Stotzem ist ein wichtiger Protagonist der Fingerstyle Gitarre. Letzte Woche durfte ich an einem tollen Workshop mit ihm teilnehmen. Schon die Einladung fand ich sympathisch. Er wies extra darauf hin, dass keine Notenkenntnisse, keine besonderen Vorkenntnisse in Fingerstyle und kein Umstimmen der Gitarre erforderlich sein wird. Gerade der letzte Punkt freute mich. Das Stück vom vorigen Workshop ist bei mir wieder untergegangen, weil ich nicht für ein einziges Stück die Gitarre umstimmen oder eine andere Gitarre rauskamen wollte.

Im Workshop wurden zwei Gruppen gebildet. Eine befasste sich mit den Grundlagen des Fingerstyle, vor allem mit der Daumentechnik. Ziel war ein Blues in E. Bei der anderen Gruppe stand der Ausdruck im Fokus. Dazu wurde ein Musette Walzer gelernt. Den hat Jacques extra für solche Workshops geschrieben.

Über dieses Stück bin ich hoch erfreut. Ein paar einfache Musette habe ich schon im Programm. Bei Auftritten spiele ich die eher selten. Mit diesem neuen Stück kann sich das ändern. Beim Üben habe ich das Stück etwas an die Möglichkeiten meiner Gitarre und meiner Finger angepasst. Jetzt kann es bald zur Aufführung kommen.

Den Inhalt des Workshop fand ich sehr gut, weil uns Jacques nicht nur sein Stück beibringen wollte, sondern auch Spieltechnik, die sich auf den Ausdruck auswirkt. Die rhythmisch wichtigen Betonungen werden mit dem Daumen angeschlagen. Jacques tut das auch auf den Melodiesaiten. Ein Akkord wird möglichst vollständig gegriffen, weil immer auch Saiten mitklingen, die nicht selber angeschlagen wurden. Beim Akkordwechsel sollten viele Finger liegen beleiben, damit der Ton weiter klingen kann. Dazu muss man auch mal vorausschauend greifen. Das kann man bei erfahrenen Spielern beobachten, die sich nicht auf dem Griffbrett abhetzen, sondern mit sparsamen Bewegungen auskommen.

Kurz vor dem Workshop erinnerte ich mich, was es beim letzten mal für ein akustisches Durcheinander war, wenn alle Teilnehmer in einem gemeinsamen Raum zu üben versuchten. Darum kam ich auf die Idee, die Silent Gitarre mitzunehmen. Man stört keinen anderen und kann sich selbst noch deutlich hören, wenn die anderen durcheinander spielen. Das kann ich wirklich nur empfehlen. Einige Kursteilnehmer wollten dann auch mein Instrument ausprobieren.

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2 Antworten zu Gitarrenworkshop mit Jacques Stotzem

  1. musikhex schreibt:

    Eine schöne Sache gefällt mir

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