Schlechter Einfluss der Jongleure

Viel mehr als früher spielen wir in diesem Jahr mit unserem Publikum. Das beginnt damit, das Publikum anzuweisen, wann es wie schreien muss. Am Ende geben wir auch Anweisung, wieviel Geld zu spenden ist. Das kommt natürlich super an. Aber nicht nur in der Menge sondern auch als Einzelner lassen die Leute einiges mit sich machen.

Beim Feuerschlucken muss eine hübsche junge Frau um das Leben
des Jongleurs flehen. Beim Märchen lassen sich gestandene Männer in grässliche Riesen und ängstliche Prinzessinnen verwandeln. Wenn den Jongleuren eine Keule runter fällt, muss ein ausgewähltes Kind herbei eilen und sie aufheben, und zwar genau dieses Kind.

Beim Schulterstand erklären wir, dass der Boden hart ist und sich der Jongleur beim Fallen verletzen könnte. Darum müssen sich Kinder auf den Boden legen, damit er weicher fällt. Im Nu ist eine ganze Schar Kinder zur Stelle. Erst wenn sie liegen, verjagen wir sie wieder, weil das doch gefährlich ist, mensch !!!

Bei Kindern holen wir (mit oben genannter Ausnahme) immer Freiwillige. Bei Erwachsenen suchen wir ohne Vorwarnung aus. Manchmal werden die Opfer auch von Freunden „denunziert“. Die meisten unserer „Freiwilligen“ laufen uns später nochmal über den Weg. Bisher haben sich alle gefreut, uns wiederzusehen.

Wir versuchen, uns immer ordentlich unseren Teilnehmen gegenüber zu benehmen. Wir lassen ihnen den gebührenden Applaus. Wir bedanken uns für den Einsatz. Und wir gehen mit gutem Beispiel voran. Wir machen uns auch für unser Publikum zum Deppen.

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Tango, Latin und Folk auf bayerischen Straßen und Plätzen. Wie kommt das und wo gehts hin?
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2 Antworten zu Schlechter Einfluss der Jongleure

  1. Das hört sich gut an. Auch wenn ich immer froh bin, wenn bei solchen Aktionen der „Kelch an mir vorüber geht“ …allein das Herzklopfen, ob man dran glauben muss! Und falls es mich doch mal trifft: war bisher niemals schlimm. Kommt eben auf die Art der Einbeziehung an. Ab und an sollte jeder mal im Rampenlicht stehen, und sei als grässlicher Riese 😉

  2. regenbogenlichter schreibt:

    Wenn man es nicht übertreibt und die Späße zu derb sind, bringt sowas die Leute zum lachen. Und genau danach sehnen sich viele, glaube ich.
    LG
    Ute

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