Urlaubsnachlese – Mantrasingen im Burghof

Auf der Urlaubsrückfahrt haben wir wieder Station in Pergine gemacht. Während ich dabei war, im Burghof an meiner Gitarre zu zupfen, versammelte sich plaudern eine bunte Gesellschaft. Einzelne waren leger, die meisten recht formell gekleidet.

Als alle im Kreis platziert waren, lud mich ein asketischer Typ mit erleuchtetem Lächeln und einem ordentlichen Tiroler Akzent ein, mit der Gitarre beim Mantra singen zu begleiten. Mit dieser Sache kenne ich mich garnicht aus. Es sollte musikalisch nicht zu unspruchsvoll werden, zumal er mir die Akkorde einsagen wollte.

In der Runde wurde italienisch gesprochen. Darum habe ich von den Erklärungen nicht alles verstanden. Gefeiert wurde eine Hochzeit. Da waren Lieder zum Thema Glück und Freude angesagt. Die Texte selbst waren indisch. Die Hochzeitsgäste haben verhalten aber fröhlich mitgesungen. Die meisten hatten wohl ebenso wenig Mantra-Erfahrung wie ich.

Die Melodien und Harmonien klangen für mich nach einfachen Folk Songs. Das erleichtert das Mitsingen und Mitspielen. Keines der Lieder hatte einen richtigen Schluss. Die Wiederholungen wurden einfach langsamer und leiser. Vielleicht sollten sie auf diese Weise im Universum verklingen.

Ich hätte mir das ganze irgendwie exotischer vorgestellt: noch einfachere Strukturen, fremde Tonalität, hypnotische Wirkung und zum Schluss einen schwebenden Ausklang – ich bin halt nicht vom Fach und das wird wohl erst mal so bleiben.

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Tango, Latin und Folk auf bayerischen Straßen und Plätzen. Wie kommt das und wo gehts hin?
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2 Antworten zu Urlaubsnachlese – Mantrasingen im Burghof

  1. Ellen schreibt:

    😉 Welch schönes Erlebnis…
    Tja, und Mantra singen (alternativ chanting) ist gar nicht so exotisch/hypnotisch, es entfaltet seine Wirkung (Gemeinsamkeitsgefühl als „Schubrakete“ für die positiven Gedanken und Wünsche) durch viele Wiederholungen und eine gewisse Schlichtheit.
    Die Erfahrung durftest Du machen, der Gesang soll auch es ja auch Unerfahrenen möglich machen, da schnell einsteigen zu können. Dem Grunde nach ist das sogar eine ziemlich pragmatische Überlegung, denn je mehr Menschen „mitmachen“ desto mehr positive Energie…also gar nicht so „mystisch“, wie mensch gerne glaubt

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