Erstes Straßenmusik-Festival in Herrenberg

Herrenberg hat eine zauberhafte historische Altstadt mit engen Gassen und vielen Fachwerkhäusern. Die Stadt hat mit ihren Randgemeinden rund 30.000 Einwohner. Die Altstadt kann man bequem in 10 Minuten durchqueren. Für das Festival wurden 6 Spielorte festgelegt, an denen sich 12 Gruppen und Einzelmusiker abwechselten. Für jeden Act waren zwei Auftritte zu je einer Stunde vorgesehen.

Pünktlich zum Beginn des Festivals hat sich der Regen verzogen. Die Musiker versammelten sich zuerst im Rathaus. Eine erste Gelegenheit, sich etwas kennenzulernen. Besonders augenfällig war SeeSamba, eine Gruppe von Samba Trommlern vom Bodensee. 10 Musiker Innen im knallgrünen Band-T-Shirt. Da sieht man sofort, was dann akustisch auf einen zukommt.

Mein erster Auftrittsort war das Nurfinger Tor am Rande der Altstadt. Ein Tor konnte ich nicht erkennen. Es ist eher eine Einkaufspassage. An diesem Platz hätten viele Zuschauer Platz gefunden. Erst nach einer ganzen Weile haben sich Zuschauer eingefunden, die nicht zufällig vorbei kamen, sondern wegen dem Festival in der Stadt waren.

Es ist eine Erfahrung aus dem Straßenkunst-Festival in Landshut, dass sich das Interesse der Zuschauer erst über die Jahre entwickelt. Die Veranstalter müssen dafür einiges tun. Gut war die Struktur mit den Orten und Zeiten. Die Zuschauer konnten auch bequem von einem Ort zum anderen kommen. An meinem zweiten Auftrittsort hat sich auch ein Wirt rührend um Musiker und Zuschauer gekümmert. Es scheint aber insgesamt zu wenig Werbung gegeben zu haben. Und man hätte den Zuschauer einen Flyer mit Spielplan verteilen sollen. Viele Leute haben danach gefragt. Vielleicht war den Zuschauern auch zu wenig klar, dass die Musiker für Hutgeld spielen. Insgesamt waren zu wenige Zuschauer unterwegs, um eine echte Stimmung aufkommen zu lassen. Am Abschlusskonzert werden etwa 200 Leute auf der Tribüne gewesen sein.

Für mich war das Ganze ein Abenteuer. Die Stimmung war auch mit wenigen Zuschauern gut, und ich nehme schöne Erlebnisse mit nach Hause.

Über 100canciones

Tango, Latin und Folk auf bayerischen Straßen und Plätzen. Wie kommt das und wo gehts hin?
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