Die Stegeinlage – ein Knochenjob

Bei meiner spanischen Gitarre war die Stegeinlage kaputt. Die Stegeinlage ist das kleine Stäbchen, auf dem die Saiten auf der Decke der Gitarre anfliegen. Meine hatte kantige Kerben, an denen sich die Saiten aufscheuern. Von einem Gitarrenexperten im Freundeskreis habe ich mir sagen lassen, dass eine Stegeinlage aus Knochen den Klang deutlich verbessert.

Klar, dann kaufe ich jetzt eine Stegeinlage aus Knochen. Aber so einfach ist das nicht. In Landshut kann man sowas nicht kaufen. Zum Metzger gehen und dann am Knochen feilen mag ich nicht. Also schaue ich zum Profi in München. Da kann ich das Teil aber auch nicht einfach mitnehmen. Die Stegeinlage muss individuell auf die Gitarre angepasst werden. Da wird auch auf guten Kontakt zum Tonabnehmer geachtet und der Auflagepunkt an die verschiedenen Saiten angepasst, Weil sili eine dünne Seite anders dehnt als eine dicke.

Das sehe ich alles ein. Für einen optimalen Klang darf man schon jemanden mit Erfahrung ranlassen. Aber dafür müsste ich meine Lieblingsgitarre eine ganze Woche weggeben. Mit den anstehenden Auftritten und zugehörigen Proben geht das erst mal garnicht. Fürs Erste muss daher wieder eine Kunststoffeinlage reichen. Eigentlich braucht man eine zweite auftrittstaugliche Gitarre, damit man mal an der einen was machen lassen kann.

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