Begegnungen im Mirabellgarten

Im Mirabellgarten habe ich viele nette Menschen getroffen, die sich Zeit für meine Musik nahmen und freundliche Worte fanden.

Besonders in Erinnerung sind mir zwei kleine Mädchen, die ganz verschieden auf meine Musik reagierten. Die erste war sehr scheu. Der Papa hatte wohl gern ein Foto seiner Tochter mit dem Musiker gemacht. Sie wollte aber Partout nicht näher zu mir kommen.

Die andere war recht zutraulich. Wie so viele Kinder wollte sie mir Geld geben. Dann wollte sie stehenbleiben und zuhören. So spielte ich das nächste Stück für sie. Der Papa drängte dann weiter, aber die Kleine wollte nochmal Geld geben. Der Papa willigte ein, weil es ja ein extra Stück gegeben hatte. Im Gehen hörte die Kleine schon das nächste Stück und wollte nochmal Geld geben. Damit war der Papa nicht einverstanden. Zwei Damen auf der nächsten Bank hatten da mehr Verständnis und steckten der kleinen Geld zu, das sie brav bei mir ablieferte. Ich hätte die Kleine gerne als Inkasso-Kraft behalten. Sie wäre auch sicher sofort bereit gewesen. Aber der Papa hatte wohl andere Vorstellungen von der beruflichen Zukunft seiner Tochter. So werde ich mich weiter damit begnügen, dass ich nur Geld bekomme, wenn die Leute selber finden, dass meine Musik es wert ist.

Über 100canciones

Tango, Latin und Folk auf bayerischen Straßen und Plätzen. Wie kommt das und wo gehts hin?
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