Spielortsuche in Salzburg

Mein erster Besuch in Salzburg im letzten Herbst war etwas enttäuschend ausgefallen. In anderen Fällen hat sich ein zweiter Versuch schon als lohnend erwiesen. Also habe ich mich wieder nach Salzburg aufgemacht.

Kostenlos parken in Salzburg ist eine Illusion. In allen Straßen in Zentrumsnähe ist Parken gebührenpflichtig. Die Polizei in Salzburg steht m dem Ruf, recht aufmerksam zu sein. Am Parkhaus führt praktisch kein Weg vorbei.

Ich war fest entschlossen, mir diesmal einen besseren Platz zu suchen, wo die Passanten mehr Muße und Aufmerksamkeit haben. Der ausgewiesene Platz an der Residenz, so sich eine Masse von Touristen zur Besichtigung versammelte, war schon hochkarätig belegt. An den anderen Plätzen gab es praktisch keine Besucher, dafür meist noch viel Straßenverkehr. Dann suchte ich mir eben selbst ein schönes Plätzchen in der Altstadt, wenig Besucher, aber eine schöne Umgebung. Als ich bei meinem zweiten Lied darüber nachdachte, ob nicht doch der Platz an der Brücke, den ich im Herbst gewählt hatte, auch diesmal der richtige wäre, kam auch schon die Polizei angerauscht. Personenkontrolle und Frage nach einer Sondergenehmigung. Während noch meine Identität geprüft wurde, kamen weitere Polizisten im Kampfanzug hinzu. Freundlicher Hinweis auf die geltende Regelung und die erlaubten Spielorte. Zum Schluss sogar die Empfehlung für ein schattiges Plätzchen am Mirabellplatz. Das klang doch sehr verlockend und war gar nicht weit.

Vor Ort stellte sich die ausgewiesene Fläche als Eingangsbereich des Mozarteums heraus. Die einzigen Passanten hier sind Musikstudenten. Genau meine Zielgruppe. Ich als Hilfsgitarrist sollte den studierter Herrschaften was vorgeigen? Da haben sich die Uniformierten vielleicht einen Scherz mit mir erlaubt?

Mirabellgarten bei Wikipedia

Aber ganz so schlecht war der Tipp gar nicht. Gleich nebenan liegt der Mirabellgarten. dieser barocke Park ist ein Besuchermagnet ersten Ranges. Die schattigen Alleen und Laubengänge sind willkommene Entspannung für gestresste Touristen. Andere Musiker waren schon da. Die hatten die Besucherströme im Eingangsbereich und den schnellen Euro im Auge. Ich habe mir das versprochene schattige Plätzchen am hinteren Rand des Parks gesucht, wo Bänke zur Rast einladen. So hatte ich Schatten, einen schönen Ausblick in den Park und entspannte Zuhörer. Und viele freundliche Gesichter haben mir zugelächelt. Nächstes Mal gehe ich gleich hier hin.

Über 100canciones

Tango, Latin und Folk auf bayerischen Straßen und Plätzen. Wie kommt das und wo gehts hin?
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