Wahrnehmung der Zeit

Wie funktioniert die Wahrnehmung der Zeit? Wir empfinden die Zeit nicht direkt, sondern indirekt über die Wahrnehmung von Ereignisses und Veränderungen im Rahmen von vertrauten Abläufen. Ich bin zum Beispiel oft irritiert, wenn ich untertags schlafe und empfinde die Zeit vor und nach dem Schlaf als verschiedene Tage.

Auch mit der zeitlichen Einordnung der letzten beiden Wochen bin ich etwas von der Spur. Wir waren Wandern und beim Tango Wochenende. Dazwischen war ich auf Straßenmusik Tour. Zwischendurch war ich kaum daheim. Ich kann mich gut an alles erinnern, was passiert ist. Aber die Zeit wirkt zerrissen. Durch die neuen Ereignisse und Eindrücke rückt das zuvor Erlebte in die Ferne. Vielleicht fehlt dazwischen der gewöhnte Ablauf, der das Zeitgefühl wieder auf den Boden bringt.

Meine Tour war kein großes Abenteuer, alles war gut vorbereitet. Wie würde das sein, einfach loszuziehen, ohne zu wissen, wo man am Abend schläft oder am nächsten Tag hinfährt? Würde man in der zweiten Woche noch wissen, wie lange man schon unterwegs ist? Wann würde sich eine Routine einstellen? In diesem Sommer habe ich noch verschiedenes vor. Das wird noch lange kein Zigeunerleben. Es wird immer anders, als man denkt. Mit jedem Stadtplatz wird die Orientierung leichter und die Spielerei relaxter. Ein Bisschen aufregend soll es trotzdem bleiben.

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Tango, Latin und Folk auf bayerischen Straßen und Plätzen. Wie kommt das und wo gehts hin?
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