Tango-Wochenende im Bayrischen Wald

Villa Breitenberg

Magali und Jürgen aus Passau veranstalten einmal im Jahr ein Tango-Wochenende im Bayrischen Wald. Dieses Jahr haben wir es geschafft, daran teilzunehmen. Es war wunderschön.

Veranstaltungsort ist die Villa Breitenberg (http://www.villabreitenberg.de). Sie liegt in der Nähe vom Dreiländereck Deutschland – Tschechien – Österreich. Das Haus ist um 1900 als großzügige Villa erbaut. Heute ist es ein Seminarhaus, das gut 25 Gästen Platz bietet.

Mit dem Wetter hatten wir Glück. Nachdem es am Mittwoch noch bis unter 1000 Meter geschneit hatte, war es wieder so warm, dass wir sogar abends draußen tanzen konnten. Auf dem Pflaster vor einem Nebengebäude war ein Tanzboden aus OSB Platten aufgebaut, der den 12 Paaren genug Platz bot.

Magali und Jürgen haben an dem Wochenende vieles vermittelt, was sich um das Tanzen auf engem Raum und den Milongero-Stil dreht. Der Milongero-Still ist innig und nach innen gerichtet. Die Tanzpartner lehnen aneinander. Der Ursprung dieses Stils liegt auf den Straßen und Gassen. Es gibt wenige Drehungen, weil das auf dem rauen Boden schlecht ging. Im Tango de Salon stehen die Tänzer dagegen meistens aufrecht, jeder in seiner Achse. Es gibt viele Drehungen und ausladende Figuren.

Ein Anliegen bei dem Wochenende war das „soziale Tanzen“, also wie man sich verhält, wenn viele Paare auf der Tanzfläche sind. Man soll Tanzrichtung, Spur und Geschwindigkeit einhalten. Es geht darum, Mit wenig Fläche auszukommen und trotzdem schön zu tanzen. Die Mitte der Tanzfläche ist tabu. Dieses Prinzip hat sich als Segen erwiesen. Über die Tanzfläche waren Sonnensegel gespannt. Bei einer Böe hat eines der Segel eine geschmiedete Türangel aus dem Speicher-Tor gerissen und mitten auf die Tanzfläche geworfen, wo zum Glück keiner war. Der Schreck hatte eine große pädagogische Wirkung. Die Lektion sitzt bei allen Teilnehmern.

Magali und Jürgen haben sich viel einfallen lassen und haben auch Geschichte und Hintergründe vermittelt. Vor allem Magalis Witz und Charme ist immer erfrischend.

Für mich war neben dem Tango-Programm die wunderbare Umgebung wichtig. Vor dem Frühstück habe ich mich 2 Stunden in den Garten gesetzt, auf der Gitarre geklimpert und die Morgensonne über der sanften Landschaft genossen. Ein Traum.

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Tango, Latin und Folk auf bayerischen Straßen und Plätzen. Wie kommt das und wo gehts hin?
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