Savarez Saiten

Ganz wichtig für den Klang der Gitarre sind die Saiten. Die Klassische Gitarre ist da viel empfindlicher als eine mit Stahlsaiten. Die Nylon- oder Carbonsaiten ermüden mit jeder Schwingung ein wenig. Wenn ich viel spiele, dann klingen die Saiten schon nach wenigen Wochen matt. Darum übe ich meistens nicht auf meiner Lieblingsgitarre, damit da die Saiten länger frisch bleiben.

Je nach Spielstil und Technik werden die Bass-Saiten auch durch das Greifen verschlissen. Die Drahtwickelung wird gequetscht und bricht irgendwann. Das passiert bei der D-Saite am häufigsten, weil da die Wickelung am dünnsten ist. Es gab Zeiten, da brauchte ich 3 neue D-Saiten, bevor ich den ganzen Satz erneuern musste. Ich finde es immer tröstlich zu sehen, wenn bei einer fremden Gitarre die D-Saite frisch aufgezogen ist.

Die richtige Spannung der Saiten ist wichtig für die Bundreinheit, also ob beim Greifen der Ton genau dem gedruckten Bund entspricht. Durch das Niederdrücken auf den Bund bekommt die Saite zusätzliche Spannung. Das hängt auch von der Saitenlage ab. Die darf nicht zu flach sein, damit die Saiten nicht schnarren. Bei höherer Spannung und geringer Elastizität reagiert die Saite stark auf die zusätzliche Spannung und der Ton wird zu hoch. Gerade man zugleich Melodie auf hohen Lagen und Bässe auf leeren Saiten spielt, passen die Töne dann nicht mehr zusammen.

Die Spannung ist aber auch wichtig für den Klang. Bei höherer Spannung entstehen mehr Obertöne und der Klang wird heller. Von Savarez gibt es einen gemischten Satz, bei dem Melodie- und Bass-Saiten für verschiedene Spannung ausgelegt sind: Suvarez 500 ARJ Corum Alliance. Die Melodie-Saiten haben normale Spannung für bessere Bundreinheit. Die Bass-Saiten haben höher Spannung für helleren Klang. Das sind meine Lieblings-Saiten.

Während ich das schreibe, wird mir klar, dass es für mich auch wieder an der Zeit ist, neue Saiten aufzuziehen. Blöd nur, dass die neuen Saiten so lange nachgeben, dass man 2 Tage nicht ordentlich spielen kann.

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